Die TOP 10 Gründe: Wann Sie über das Outsourcing von Recruitment nachdenken sollten

Die Frage danach, was Recruitment Process Outsourcing (RPO) bedeutet wurde, bereits hier (LINK) beantwortet. Im zweiten Schritt stellt sich nun die Frage, ob im individuellen Fall eines Unternehmens der Service RPO eine Lösung darstellen kann.

Prinzipiell gibt es unterschiedliche Faktoren, welche Unternehmen intern dazu bringen, über eine externe Unterstützung im Bereich der Recruiting-Prozesse nachzudenken. Einige davon sind:

  1. Unternehmen haben Schwierigkeiten, viele, qualitativ gute Mitarbeiter zu finden – Gerade im aktuellen Bewerbermarkt stellt dies einen berechtigten Outsourcing-Grund dar.
  2. Schnell wachsender Bedarf an guten Bewerbern, welcher durch interne Ressourcen nicht gedeckt werden kann – Insbesondere bei Wachstumsunternehmen oder nach Umstrukturierungen wird gerne die externe, schnelle Unterstützung in Erwägung gezogen.
  3. Fehlendes Fachwissen und Erfahrung im internen Personalbereich wie pro-aktiv Kandidaten angesprochen und gewonnen werden können – Die Kenntnis über innovative Kanäle oder Suchmethoden zeichnen RPO-Anbieter besonders aus.
  4. Fehlende Fähigkeit des Unternehmens gute Recruiter anzuwerben, zu trainieren und zu halten – In Zeiten, wo viel rekrutiert wird, werden auch die Recruiter knapp. Damit befinden sich Unternehmen in einem Teufelskreis.
  5. Hohe Kosten bei der Rekrutierung, insbesondere durch externen Personalberatereinsatz – Hier werden Versäumnisse und Missstände im Bereich der Rekrutierung durch viel Geld zumeist unnötig ausgeglichen.
  6. Steigender Anspruch der Fachbereiche Kandidaten schnell und mit einem begrenzten Budget zu rekrutieren – Der Effekt stellt sich vor allem dann ein, wenn das Thema Personalmarketing lange Zeit versäumt wurde.
  7. Neue strategische Ausrichtung von HR, z.B. nach Business-Partner Konzept – Strategische und beratende Aufgaben sind im Vordergrund der neuen Rolle, Recruiting fällt immer zuletzt und nebenbei an (und sollte sich operativ auch nicht in der HR Business Partner Rolle wiederfinden).
  8. Wunsch nach Kostensenkung bei der Rekrutierung und Flexibilisierung der Kosten – „Recruitment On-Demand“ ohne hohe Fixkosten ist über RPO (teil-)realisierbar (je nach Modell).
  9. Vorwiegend dezentrales Recruiting an verschiedenen Standorten – Dienstleister können über virtuelle Servicekomponenten, Reisemodelle oder durch Flächenpräsenz helfen.
  10. Aufbau eines nachhaltigen Recruitments – Nutzung der Dienstleisterexpertise zur Betreibung eines langfristig orientierten Candidate Relationship Managements zur Verbesserung der relevanten Kennzahlen und Unterstützung des Personalmarketings.

Natürlich gibt es auch noch weitere Gründe, die in diesem Zusammenhang im Einzelfall anzuführen oder zu kombinieren sind. Meine langjährige Erfahrung zeigt allerdings, die oben aufgelisteten sind wesentliche Treiber für Outsourcing-Gedankenspiele und werden von Kunden, die sich auch später für RPO entscheiden, ins Feld geführt.

Sollte sich ein Unternehmen auf Basis der eigenen Situationsbeurteilung dann in der Folge nach einem passenden RPO-Serviceanbieter umsehen, empfehle ich meinen praxisorientierten Artikel, der sich mit der Auswahl eines solchen Dienstleisters beschäftigt. Diesen findet man hier im Magazin Personalwirtschaft.

In diesem Sinne,

besten Gruß

Gero Debuschewitz

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